Mein Weg zur guten Ernährung

Foodbloggerin Milena erzählt, wie und warum ihr die Umstellung auf eine gute Ernährung gelungen ist. 

Milenas Tipps als Video findest du hier

Mein Leben lang habe ich meine eigene Ernährung eher stiefmütterlich behandelt und die Auswirkungen auf meinen Körper nicht verstanden. Zum Frühstück gab es einen zuckerreichen, pulverigen Zitronen-Tee mit einer Schüssel Schokomüsli, die ich mit nur halb geöffneten Augen verschlang, bevor es zur Schule oder zur Arbeit ging. Zudem habe ich ständig gesnackt, insbesondere Vollmilchschokolade. Yummy! Woher meine ständige Antriebslosigkeit und mein Blähbauch kam, habe ich allerdings nicht verstanden. Erst rückblickend kann ich sagen, was mir gut tat und was nicht und das geht wahrscheinlich allen so. Ich habe mir oft den guten Neujahrsvorsatz gemacht, mich im nächsten Jahr etwas gesünder zu ernähren, aber mir fehlte das große Warum dahinter und so habe ich es mal mehr und mal weniger durchgezogen.

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Ich weiß nicht, ob es Gott war, das Universum, eine andere große Kraft oder einfach nur der Zufall, der mir das große Warum vor die Füße schmiss, denn als ich 21 war und gerade mit meinem Freund in unsere erste gemeinsame Wohnung gezogen war, bekam dieser eine Tumordiagnose. Diese Diagnose riss mir den Boden unter den Füßen weg. Wir hatten uns doch gerade erst gefunden. Würde ich ihn verlieren? Wir hatten großes Glück im Unglück, denn der Tumor wurde schnell erkannt und er benötigte nur zwei Operationen, um wieder gesund zu werden. Aber der Gedanke daran, meinen Freund so jung zu verlieren, treibt mir heute noch Tränen in die Augen. Da wurde mir bewusst, was Gesundheit bedeutet.

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Zu einem gesunden Lebensstil gehören nicht nur Stressmanagement und Bewegung: Auch die eigene Ernährung leistet einen großen Beitrag zum eigenen Wohlempfinden. Dank dieser Situation habe ich dieses Mantra verinnerlicht. Wir können an jedem Tag neu entscheiden, Gutes für uns zu tun.

Mein Start war sehr holprig und die ersten Versuche oftmals ein geschmacklicher Fauxpas. Weil ich gelesen hatte, dass grüne Smoothies so gesund und so sehr im Trend sind, habe ich Tiefkühlspinat mit Tiefkühlbroccoli und Wasser gemixt. Puh, das war ganz schön kalt und gar nicht lecker! Zum Glück habe ich mit der Zeit an Erfahrung gewonnen und habe viele leckere Rezepte kreiert, die in kurzer Zeit zubereitet sind. So frühstücke ich heute oft meine Smoothiebowl: Eine rosa Schüssel, belegt mit Leinsamen, Zartbitterschokolade und Himbeeren, die schon am Morgen für gute Laune sorgt.

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Mittlerweile habe ich zu einer guten, ausgewogenen Ernährung gefunden: Diese besteht überwiegend aus nährstoffreichen Lebensmitteln wie Gemüse oder Vollkornprodukte, doch esse ich heute noch grundsätzlich alles. Auch der pulverige Zitronentee und die Vollmilchschokolade zählt ab und zu dazu! Was mir viel wichtiger ist, ist der Spaß am Kochen und die eigene Ernährung alltagsgetreu zu halten.

Ich habe am eigenen Leib erfahren, dass eine gute Ernährung für den Körper wie der Sprit für das Auto ist. In vielen Lebenslagen ist diese der Antreiber, um den Alltag gut meistern zu können. In meinem Bürojob wurde ich damals von meinem Abteilungsleiter angesprochen, dass ich auffallend oft krank sei. Das kommt heute nicht mehr vor. Mein Blähbauch ist weg, ich fühle mich viel ausgeglichener, meine Haut ist reiner, meine schlanke Figur halte ich ohne Probleme.

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Kurz gesagt: Eine gute Ernährung zaubert mir bereits am Morgen ein Lächeln ins Gesicht und ich fühle mich im Gegensatz zu früher rundum wohl in meinem Körper. Sie schmeckt wunderbar, das Essen ist fix auf dem Teller und meinen Freund, um den ich mit 21 Jahren so große Angst hatte, habe ich vor wenigen Wochen geheiratet. Ich möchte nicht wieder zurück zu den alten Gewohnheiten.

MILENA

Milena, auch bekannt als Milenasrezept, ist als Foodbloggerin und Kochbuchautorin tätig.

Instagram: @milenasrezept

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