Prickelnd, prickelnder, Sekt

Kleines Sekt ABC

Es ist nicht alles Sekt, was auf der Zunge prickelt. Neben dem klassischen Sekt gibt es unter anderem noch Champagner, Prosecco und einiges andere mehr. Aber wie unterscheidet sich z.B. ein Sekt von einem Prosecco? Es gibt Unterschiede in Herkunft, Produktion und Lagerung. Cava muss zwingend in der Flasche reifen, während man bei Sekt zwischen Tank oder Flaschenreifung wählen kann. Die Trauben für den Prosecco müssen alle im DOC Gebiet geerntet und verarbeitet werden. Für den klassischen Sekt aus dem Supermarkt darf der Wein zur Produktion theoretisch aus der ganzen Weinwelt stammen. So unterschiedlich die Artikel sind, so unterschiedlich können sie schmecken. Jeder für sich eine eigene Erfahrung.  

Was alle Prickler gemeinsam haben: Als Basis wird Stillwein verwendet. Hier gilt wie immer: Je besser dieser Grundwein, desto besser später der Sekt. Dem eigentlich trinkfertigen Grundwein kann auf zwei verschiedenen Wegen Kohlensäure zugesetzt werden. Entweder wird der Wein unter Druck ein zweites Mal vergoren und mit der entstandenen Kohlensäure abgefüllt. Ein anderer Weg ist dem Wein, ähnlich wie bei einer Limonade, Kohlensäure kurz vor der Füllung zuzusetzen. Hier gelten für jeden Prickler wieder eigene Regeln. Vielleicht kann man sich so ableiten, warum manche Artikel teurer und andere günstiger sind.

Die meisten Konsumenten wünschen sich, dass ihr Sekt immer wieder aufs Neue ihren persönlichen Geschmack befriedigt. Wie ist dies möglich, wenn die Erntebedingungen für Wein nicht jedes Jahr gleich sind und die Grundweine vielleicht anders schmecken als sonst? Hier behilft man sich in der Produktion mit der Zusammenführung von verschiedenen Weinen, um einen möglichst gleichbleibenden Geschmack zu kreieren. Also, keine Angst wenn euch jemand etwas von einer Cuvée erzählt. Es ist keine Resteverwertung von Weinen, sondern die Kunst aus verschiedenen Weinen den besten Geschmack herauszuholen.

Brut, Dolce oder Halbtrocken? Die Geschmacksbezeichnungen verwirren Konsumenten häufig. Es ist in der Tat nicht ganz unkompliziert. Halbtrocken ist beispielsweise nicht mit halbtrockenem Geschmack bei Weinen zu vergleichen. Hier gilt wie immer: Probieren geht über Studieren.

Sekt ist zum Feiern da – nicht zum Aufheben. Einen Sekt, den du im Supermarkt oder Discounter kaufst, sollte nicht zur Lagerung in deinem Weinkeller verwendet werden. Er wird sich geschmacklich nicht zum Positiven entwickeln. Ist die Flasche erst einmal geöffnet, sollte sie innerhalb kurzer Zeit getrunken werden. Solltet ihr es einmal nicht schaffen, eine Flasche zu leeren, gibt es spezielle Verschlüsse, um den Sekt frisch zu halten. Der "Trick" mit dem Löffel in der geöffneten Flasche, um den Sekt frisch zu halten, ist Quatsch.

 

Sekt und Champagner sollten immer gut gekühlt serviert werden. Der Profi hält immer Eiswürfel und einen Sektkühler bereit. Gib' einfach etwas Wasser in den Kühler und dann die Eiswürfel dazu. So wird die Flasche am besten gekühlt.

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