Woher kommt mein Fisch?

Woher kommt mein Fisch?

Sie möchten mehr über die Herkunft des Fisches wissen, der in Ihrem Produkt verwendet wird?

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(z.B. PP00000599)


Was ist der Tracking-Code und wo finde ich ihn auf der Verpackung?

Der Tracking-Code ist eine meist zehnstellige Zahlen- und Buchstabenfolge. Er beginnt in der Regel mit zwei Buchstaben und dann folgen acht Ziffern. Er steht seitlich auf der Verpackung. Dort ist der Tracking-Code in unmittelbarer Nähe zum Mindesthaltbarkeitsdatum zu finden.




F(r)isch für den Tisch.

Wir bei PENNY achten darauf, dass unser Fisch aus gesunden Beständen stammt und mit möglichst umweltschonenden Fangmethoden gefischt wird. Unseren Lieferanten machen wir klare Vorgaben und verlangen Nachweise über Fanggebiete und Fangmethoden.

Wir sorgen für Transparenz, indem wir Ihnen als PENNY Kunden Informationen zur Verfügung stellen – auf den Produktverpackungen und auf dieser Website. 

Unsere Empfehlung: Für einen nachhaltigeren Einkauf achten Sie besonders auf die PENNY Fischprodukte mit PRO PLANET-Label, denn die stammen aus besonders nachhaltigen, zertifizierten und unabhängig kontrollierten Fischereien.

Viel Spaß auf der PENNY Fischwebsite! 

Unsere Ziele und Maßnahmen.

PENNY setzt sich für gesunde Fischbestände, einen vorsorgenden Meeresschutz und transparente Kundeninformationen genauso ein, wie für die gute Qualität der angebotenen Fisch- und Meerestierprodukte. Dafür haben wir uns klare Ziele gesetzt. In der Leitlinie für nachhaltiges Wirtschaften bekennen sich die REWE Group und PENNY zum Schutz der natürlichen Ressourcen, dem Schutz der Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten und zum Umweltschutz. Gleichzeitig fordern wir die Einhaltung der Menschenrechte und fundamentaler Sozialstandards für die Menschen, die unsere Produkte bereitstellen.

In einer speziellen Leitlinie konkretisieren wir diese Ziele. Unsere Leitlinie für Fische, Krebs- und Weichtiere, die im Jahr 2013 aktualisiert und um Aquakultur erweitert wurde, wird bereits angewendet. Obwohl bereits das Gros der Ziele erreicht ist, müssen wir diese jährlich wieder neu

erarbeiten. Dies gilt insbesondere für Wildfisch, da die biologischen und klimatischen Rahmenbedingungen und die dadurch abgeleiteten Fangquoten nur eine Saison lang gelten.

Dies erfordert Ausdauer und eine gute Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten. Diese Bedingungen können wir erfüllen und sind uns deshalb sicher, dass wir mit dem Bekenntnis zu einer nachhaltigeren Fischerei und Aquakultur den richtigen Weg eingeschlagen haben.

In unserem Bestreben, unser Fischsortiment nachhaltig zu gestalten, stehen wir regelmäßig im Dialog mit Stakeholdern wie z. B. NGOs und der Wissenschaft. Hierzu finden fachliche Workshops genauso statt wie bilaterale Gespräche.

Ziele nachhaltiger Wildfang

Unser Ziel ist es, das Angebot von nachhaltig produziertem Fisch und Meeresfrüchten aus Wildfang stetig auf höchstem Niveau zu halten und den Anteil von Fisch aus eingeschränkt nachhaltiger Fischerei zu vermeiden. Gegenwärtig stammen Fisch und Meeresfrüchte bei PENNY aus bestandserhaltenden, umweltschonenden und nach internationalen Sozialstandards arbeitenden Fischereien.

Maßnahmen nachhaltiger Wildfang

Auswahl von Fischprodukten anhand einer Orientierungsliste für nachhaltigere Fischereien. PENNY lässt jährlich von unabhängigen Experten eine "Orientierungsliste für den nachhaltigen Wildfischeinkauf" erstellen. Darin werden die Empfehlungen von vier anerkannten Organisationen berücksichtigt, die sich für nachhaltige Fischerei einsetzen: Greenpeace, WWF, das Monterey Bay Aquarium und Fishsource. Neben der Gesundheit der befischten Bestände werden dabei auch die Umweltverträglichkeit der Fangtechniken und die Qualität des Fischereimanagements berücksichtigt.

Transparente Produkte

Eine umfassende Produktkennzeichnung ist für PENNY selbstverständlich. Die Verpackungen der PENNY Eigenmarken mit Fisch aus Wildfang werden daher mit umfassenden Informationen ausgestattet:

(1) Name der Fisch- bzw. Meerestierart in deutscher Sprache
(2) Wissenschaftlicher Name in lateinischer Sprache
(3) Name des Fanggebiets
(4) Nummer des FAO-Fanggebiets und Nummer des FAO-Subfanggebiets
(5) Fangmethode
(6) Chargen bzw. Losnummer zur Rückverfolgbarkeit
(7) Sofern möglich, drucken wir auch eine kleine Landkarte mit dem Fanggebiet ab. Anhand der Information auf der Verpackung und unserer FAO-Fanggebietskarte können Sie ansonsten selbst leicht feststellen, aus welchem Meeresgebiet Ihr Einkauf stammt.

5 Gründe für TK-Fisch bei Penny.

Bedrohung der Meere.

Die Meeresumwelt und die Fischbestände in den Weltmeeren sind bedroht. Überfischung, zerstörerische Fangtechniken, Klimawandel, Meeresverschmutzung oder mangelhafter Küstenschutz haben bereits zu massiven Schäden an dem größten Lebensraum unseres Planeten geführt ebenso wie eine verfehlte Fischereipolitik. Wer mit Fischen und Meerestieren handelt, auf diese Lebensmittel

als Existenzgrundlage angewiesen ist oder gerne Fisch isst, dem kann das nicht egal sein. PENNY leistet daher einen Beitrag zum Schutz der Meere und der Fischbestände. Das heißt zunächst einmal, die Probleme zu benennen, um dann Lösungen zu finden: Und zwar gemeinsam mit Umwelt- und Tierschutzverbänden, Fachleuten, Politikern und Kunden.

Noch vor einem Jahrzehnt herrschte die Meinung, dass das Ökosystem "Meer" unerschöpflich ist und unbegrenzt Fische und Meeresfrüchte liefern kann. Doch in den vergangenen zehn Jahren sind die Fangmengen der wichtigsten Fischarten kontinuierlich zurückgegangen.

Die Hauptursachen des drohenden Kollaps der Meere sind vielschichtig: Neben der rasanten Industrialisierung und Intensivierung der Fischereien spielt eine verfehlte Fischereipolitik u. a. der EU eine zentrale Rolle: In der Folge lagen über Jahrzehnte die Fangmengen über den wissenschaftlichen Empfehlungen.

Hinzu kommt, dass die EU sich bisher nicht darauf verständigen konnte, dass der Beifang (zum Beispiel Fische, für die der Fischer keine Fangquoten besitzt) nicht wieder ins Meer geworfen wird.

Sinkende Bestände rufen zudem illegale, unregulierte und undokumentierte (IUU)-Fischer (Piratenfischer) auf den Plan, die rücksichtslos und zum Teil auch noch mit illegalen Fangmethoden auf Beutezug gehen.

Wie prekär die Lage ist, zeigen Schätzungen der FAO. Die Welternährungsorganisation kommt zu dem Schluss, dass lediglich 13% der Bestände moderat und damit bestandserhaltend befischt und somit letztlich "gesund" sind. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber, dass 87% der Bestände überfischt sind bzw. maximal genutzt werden.

Um diese Entwicklung in den Meeren zu stoppen, sind Fischer, Händler, Politik und Kunden gefordert. Gemeinsames Ziel muss es sein, durch nachhaltigeren Fischfang das Ökosystem "Meer" zu entlasten. Das kann nicht von heute auf morgen geschehen, doch es muss damit begonnen werden und zwar jetzt. PENNY hat sich daher das Ziel gesetzt, den Anteil an Fischen aus nachhaltigerem Fischfang systematisch zu erhöhen.

PENNY wählt daher beim Einkauf von Fisch auf den globalen Märkten bewusst Produkte aus, die aus gesunden Beständen stammen und mit möglichst umweltschonenden Fangtechniken gefangen wurden. Dafür orientieren sich die Einkäufer des Discounters an einer von unabhängigen Experten jährlich aktualisierten "Orientierungsliste für den nachhaltigen Wildfischeinkauf", in die unter anderem die Bestands- und Fangtechnikbewertungen von Greenpeace und WWF berücksichtigt wurden. PENNY baut auf dieser Basis sein Angebot an Fisch-Eigenmarkenprodukten mit MSC-Siegel (Marine Stewardship Council) und PRO PLANET- Label systematisch aus.

Welche Folgen für Umwelt und Fische eine Fischerei hat, hängt stark von der eingesetzten Fangtechnik ab. Eine Methode mit sehr wenig Nebenwirkungen ist das Angeln mit Rute und Leine, bei der ein Angler immer nur einen Fisch fängt und dabei Fische, die zu klein sind oder von nicht gewünschten Arten stammen, gleich wieder in die Freiheit entlässt. Solche traditionellen Methoden wenden meist Kleinfischereien an. Solange nicht zu viel gefangen wird, ist diese Fischerei nachhaltig.

Nachhaltige Fangtechniken
PENNY bevorzugt beim Einkauf Fisch, der mit möglichst nachhaltigen Fangtechniken gefangen wurde, von denen hier einige vorgestellt werden.

Fischen mit Angelruten und Kurzleinen

Geangelt wird mit Ruten, einer kurzen Leine und einem Haken. Es werden überwiegend die gewünschten Zielfische gefangen und ins Boot geholt. Nicht gewünschte Fische können lebend zurück ins Wasser geworfen werden. Bei der professionellen Angelfischerei werden Köder an Haken befestigt oder einfach ins Wasser ausgeworfen. Auf diese Weise werden beispielsweise Thunfische angelockt. Am Heck des Fangbootes stehen dann mehrere Fischer mit Rute und Leine bereit und ziehen die anbeißenden Fische an Deck. So werden beispielsweise Bonitos auf den Malediven gefangen. Bei den sogenannten Schleppangeln werden mehrere mit Haken und Ködern bestückte kurze Leinen von einem Boot durch das Wasser gezogen. So werden Thunfische oder Schwertfische gefangen. Ein Nachteil des Angelns ist, dass teilweise Ködertiere wie Köderfische gebraucht werden.

Fischen mit Harpunen

Die Jagd mit Harpunen erfordert von den Fischern viel Geschick. Sie fangen damit Thunfische, Schwertfische oder andere große und wertvolle Raubfische. Die Harpune ist eine Art Wurfspeer mit Widerhaken, der verhindert, dass die Fische wieder vom Speer rutschen können. Die Jagd mit Harpunen ist selektiv, weil der Fischer seine Beute vorher sieht und sowohl Art als auch Größe abschätzen kann.

Fallen und Reusen

Die Fischerei mit Fallen und Reusen wurde schon in der Steinzeit betrieben. Mit Ködern versehene Käfige werden an Leinen ins Wasser gelassen. Das obere Ende der Leine ist mit einer Boje versehen, so dass die Käfige wieder gefunden werden können. Fische oder Krebse gelangen bei der Suche nach dem Köderfisch in die Falle und können nicht mehr entweichen. Beifänge können per Hand lebend entlassen werden. Eine ähnliche Methode ist der Tintenfischfang mit Tongefäßen. Diese werden von den Tieren als Versteck genutzt. Reusen sind Netzschläuche aus Draht oder ähnlichen Materialien und verfügen über einen trichterförmigen Eingang. Ist ein Fisch erst einmal in die Reuse gelangt, findet er nicht mehr den Weg nach Draußen. Wenn die Käfige oder Reusen mit Fluchtöffnungen versehen sind, können Jungtiere entkommen.

Ankerwade

Bei der Fischerei mit einer Ankerwade wird von einem Fangboot aus ein Anker gesetzt. Mit dem Boot wird ein Netz ringförmig zurück zum Anker gezogen. Durch eine Leine werden am Boden liegende Fische aufgescheucht und in das Netz getrieben. Wird das Netz dann eingeholt, werden die gefangenen Fische in Richtung eines Fangsackes getrieben. Hat das Netz geeignete Fluchtfenster, können Jungfische entkommen. Mit dieser Fischerei-Methode werden Plattfische wie Scholle und Seezunge gefangen. Diese Methode ist besonders im Vergleich mit den sonst üblichen Grundschleppnetzen schonender.

Pelagische Schleppnetze

Pelagische Schleppnetze sind frei durch das offene Wasser gezogene sackartige Netze, die den Meeresboden nicht berühren. Richtig eingesetzt, kann diese Fangtechnik sehr selektiv sein, und es fällt nur wenig Beifang an. Schleppnetze werden vor allem beim Fang von Schwarmfischen wie dem Hering eingesetzt.

Schauen Sie sich unsere Bildergalerie zu nachhaltigeren Fangtechniken an.

Weniger nachhaltige Fangtechniken
PENNY versucht langfristig, Ware von Fischereien zu vermeiden, die weniger nachhaltige Fangtechniken einsetzen. Wo dies heute noch nicht möglich ist, versucht PENNY, schrittweise den Einkauf auf nachhaltigere Fangtechniken umzustellen.

Grundschleppnetze

Grundschleppnetze sehen aus wie Säcke, die über den Meeresboden gezogen werden. Dabei wird das Netz mit sogenannten Scherbrettern auseinander gehalten. An der Netzunterseite befinden sich schwere Metallketten oder Rollen, mit denen die am Grund lebenden Fischarten aufgescheucht werden. Die Fische werden dann im Netz gefangen. Sowohl die Scherbretter als auch das Bodenwerkzeug hinterlassen gerade bei weichen Böden tiefe Schleifspuren auf dem Meeresgrund. Dabei können empfindliche Boden-Ökosysteme geschädigt und Korallenriffe zerstört werden. Bei vielen Grundschleppnetzen ist zudem die Beifangrate hoch. Neuere Grundschleppnetze, wie sie beispielsweise von MSC-zertifizierten Fischereien eingesetzt werden, sollen schonender für die Meeresböden und ärmer an Beifang sein. Mit Grundschleppnetzen werden Kabeljau und Seehechte, aber auch Garnelen, Scholle und Seezunge gefangen.

Langleinen

In der Langleinenfischerei werden bis zu 100 Kilometer lange Leinen mit mehreren tausend Haken bestückt und von einem Boot ins Meer ausgebracht. Bei der pelagischen Langleinen-Fischerei treibt die Leine im freien Wasser, meist knapp unter der Wasseroberfläche. Die Bodenlangleine wird dagegen in größeren Tiefen, zum Beispiel auf der Jagd nach dem Schwarzen Seehecht, eingesetzt. Besonders der pelagischen Langleinenfischerei fallen viele Seevögel, darunter auch bedrohte Albatros-Arten, als Beifang zum Opfer. Ein weiterer Nachteil ist der hohe Verbrauch an Köderfischen. Mit Langleinen werden Thun- und Schwertfische, aber auch Makrelen, Schwarzer Seehecht und Heilbutt gefangen.

Treibnetze

Treibnetze mit Längen von bis zu 100 Kilometern werden zum Beispiel für den Thunfischfang eingesetzt. Die Fische schwimmen in die Netzmaschen und verfangen sich mit ihren Kiemen. In diesen frei treibenden "Netz-Wänden" verfangen sich häufig aber auch Wale, Delphine, Meeresschildkröten, Haie, Robben und Seevögel. Die Tiere verenden qualvoll. Geisternetze, also verloren gegangene Treibnetze, treiben mitunter noch jahrelang als gefährliche Fallen durch die Meere. Diese herkömmliche Form der Treibnetzfischerei ist in der Europäischen Union verboten und von der UN weltweit geächtet.

Stellnetze

Stellnetze funktionieren ähnlich wie Treibnetze, werden in der Regel aber küstennnah verwendet. Die Fische schwimmen in die Netzmaschen und verfangen sich mit ihren Kiemen. Stellnetze werden sowohl am Boden als auch im freien Wasser als pelagische Stellnetze eingesetzt. Sie können bis zu 30 Meter hoch und 15 Kilometer lang sein und wirken wie Wände. Bei der Stellnetzfischerei ist die Beifangrate oft hoch, denn es verfangen sich viele weitere Fischarten, Seevögel, Robben und Kleinwale. Mit Stellnetzen werden Fische wie Hering, Scholle und Dorsch gefangen.

Ringwaden in Kombination mit FADs

Viele Fische im offenen Meer werden von größeren schwimmenden Objekten wie Baumstämmen oder Treibgut angezogen und bilden unter solchen Schwimmkörpern oft große Fischgemeinschaften. Dieses Verhalten macht sich inzwischen auch die Fischerei zu Nutze, indem sie künstliche Floße aus Holz oder Kunststofffässern im Meer verankert. Nach einiger Zeit finden sich unter diesen sogenannten "Fischsammlern" oder FAD (Fish Aggregation Devices) häufig auch begehrte Schwarmfische wie einige Thunfischarten.

Von dem Fangschiff aus wird dann ein "Ringwade" genanntes Netz im großen Bogen um den Fischsammler ausgelegt, am unteren Ende zusammengezogen und verschlossen. Damit ist die gesamte Fischgemeinschaft, zu der neben dem gesuchten Thunfisch oft auch Schildkröten, Haie, Delphine, Jungfische und viele andere Fischarten zählen, eingeschlossen. Wird das Netz dann eingeholt, kommt es zu erheblichen Beifängen an diesen oftmals gefährdeten Meerestieren, die dabei meist ums Leben kommen. Wegen dieses hohen Beifangs an anderen Meerestieren gelten die FADs als nicht nachhaltige Fangmethode.

Schauen Sie sich unsere Bildergalerie zu weniger nachhaltigen und zerstörerischen Fangmethoden an.

In allen Meeren werden Fische gefangen. Doch die Ergiebigkeit der Gewässer ist sehr verschieden. Häufig sind es kalte Meeresströmungen, in denen besonders viele Fische vorkommen. Das mit Abstand bedeutendste Fanggebiet der Erde ist der Nordostpazifik mit einer jährlichen Fangmenge von etwa 20 Millionen Tonnen Fisch. Es folgen der Westpazifik mit 11,5 Millionen Tonnen und der Südostpazifik mit 11 Millionen Tonnen. Das viertgrößte Fanggebiet ist der Nordostatlantik mit etwa 9 Millionen Tonnen. Zu ihm zählen auch die Nord- und Ostsee.

Der Alaska Seelachs und der Wildlachs stammen meist aus Gewässern des Nordostpazifiks. Heringe und Atlantischer Seelachs werden im Nordostatlantik, Thunfische dagegen eher in wärmeren Gewässern gefangen.

Fanggebiete

Die Welternährungsorganisation FAO hat die Meere in sogenannte FAO-Fanggebiete und Sub-Fanggebiete aufgeteilt. Die FAO-Fanggebiete sind genau umrissen und jeweils mit einer Nummer gekennzeichnet. So verbirgt sich beispielsweise hinter dem FAO-Fanggebiet Nr. 27 der Nordostatlantik. Die FAO-Fanggebiete sind zur besseren Untergliederung teilweise in Untergebiete, die sogenannten Sub-Zonen, aufgeteilt worden. Bei dem FAO-Fanggebiet 27, Sub-Zone IVa handelt es sich beispielsweise um die nördliche Nordsee.

Auf Wildfischprodukten muss die Fanggebietsbezeichnung aufgedruckt sein. An Hand der nachfolgenden FAO-Fanggebietsliste und -karte lässt sich das Herkunftsgebiet eines Seefisches leicht feststellen.

Die FAO-Hauptfanggebiete:

18 - Arktischer Ozean    
21 - Nordwestatlantik    
27 - Nordostatlantik    
31 - Mittlerer Westatlantik    
34 - Mittlerer Ostatlantik    
37 - Mittelmeer und Schwarzes Meer    
41 - Südwestatlantik    
47 - Südostatlantik    
48 - Arktischer Atlantik    
51 - Westlicher Indischer Ozean
57 - Östlicher Indischer Ozean
58 - Antarktischer Indischer Ozean
61 - Nordwestpazifik
67 - Nordostpazifik
71 - Westlicher Pazifischer Ozean
77 - Östlicher Pazifischer Ozean
81 - Südwestpazifik
87 - Südostpazifik
88 - Antarktischer Pazifik

Meeresschutzgebiete

Die vielfältige Nutzung der Meere durch den Menschen, zu der Fischerei, Schifffahrt und Rohstoffabbau gehören, hat diesen Lebensraum teils stark beeinträchtigt. Um wichtige Meeresökosysteme zu erhalten und die Erholung übernutzter Fischbestände zu fördern, ist die Einrichtung eines Netzwerkes von Meeresschutzgebieten unerlässlich. In solchen Schutzgebieten wird die Nutzung durch den Menschen stark eingeschränkt. Das betrifft nicht nur die Fischerei, sondern auch die Öl- und Gasförderung, den Abbau anderer Rohstoffe und Teile der Schifffahrt. Mit solchen Schutzzonen können empfindliche Korallenriffe, Wattregionen oder bedrohte Wale, Robben und Seevögel geschützt werden. Sie dienen aber auch als Schutzräume für Jungfische, die dort ungestört bis zur Geschlechtsreife heranwachsen können.

Zurzeit sind nur etwa 1,5 Prozent der Meere als Schutzgebiete ausgewiesen. Zum Vergleich: An Land stehen etwa 15 Prozent der Flächen unter besonderem Schutz. Die Vertragsstaaten des weltweiten Abkommens zur Biologischen Vielfalt (Convention on Biological Diversity CBD) verpflichteten sich, bis zum Jahr 2020 mindestens 10 Prozent der Ozeane als Meeresschutzgebiete auszuweisen.

PENNY verlangt von seinen Lieferanten, sicher zu stellen, dass kein Fisch aus Meeresschutzgebieten bezogen wird, wo die Fischerei nicht erlaubt ist. Dafür verlangt PENNY von seinen Lieferanten Nachweise über die Herkunft des gefangenen Fischs bis hin zum Fangschiff.

Die Weltnaturschutzvereinigung IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) erstellt regelmäßig die sogenannte "Rote Liste" der vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Anhand verschiedener Kategorien werden darin der Grad der Bedrohung und damit die Wahrscheinlichkeit des Aussterbens einer Art eingestuft. Zu diesen Kategorien gehören: "In freier Wildbahn ausgestorben", "Vom Aussterben bedroht", "Stark gefährdet" und "Gefährdet".

Auf der Roten Liste stehen schon mehrere Fischarten. "Vom Aussterben bedroht" sind der Europäische Aal, der Südliche Blauflossenthunfisch und 17 Störarten. Weitere Störarten und einige Bestände des Kabeljau sind laut IUCN "Gefährdet". Für den Atlantischen Lachs sei eine "Gefährdung anzunehmen". Dornhai, hierzulande bekannt als "Schillerlocke", wird als "Gefährdet", die Bestände im Nordostatlantik sogar als "Vom Aussterben bedroht", eingestuft. Auch Haiarten wie der Weiße Hai sowie der Gelbflossenthun und der Großaugenthun finden sich auf der Roten Liste. Diese Tierarten benötigen eine Schonzeit, um sich zu erholen.

PENNY führt in seinem Sortiment keine in ihrem Bestand bedrohten Fischarten bzw. Bestände, die auf der Roten Liste geführt werden. Ein Teil dieser Fischarten ist jedoch empfehlenswert, wenn sie in nachhaltiger Aquakultur produziert wurden. Folgende Fische aus Wildfang finden Sie z. B. nicht in unserem Sortiment:

  • Aal, Europäischer (Anguilla anguilla)
  • Granatbarsch (Hoplostethus atlanticus)
  • Haie und Rochen (Selachii und Batoidea) einschließlich Dornhai/Schillerlocke (Squalus acanthias, Squalus suckleyi)
  • Lachs, Atlantischer (Salmon salar)
  • Marlin, Blauer (Makaira indica, -mazara und Makaira nigricans)
  • Marlin (Tetrapturus spp)
  • Schnapper, Roter (Lutjanus campechanus)
  • Steinbeißer/Seewolf, Atlantischer (Anarhichas lupus)
  • Stör (alle Arten)
  • Thunfisch, Gelbflossen (Thunnus albacares)
  • Thunfisch, Langschwanz (Thunnus tonggoi)
  • Thunfisch, Roter/Blauflossen (Thunus thynus)
  • Thunfisch, Südlicher Blauflossenthun (Blauer) (Thunnus maccoyii)
  • Wittling (Merlangius merlangus)
  • Wolfsbarsch (Dicentrarchus labrax), empfehlenswert ist nachhaltiger Wolfsbarsch aus Aquakultur

Die Weite der Ozeane und unkontrollierte Küstenregionen machen es Piratenfischern einfach, auf illegalen Beutezug zu fahren. Die Piratenfischerei ist zu einem wachsenden Problem für den Meeresschutz und das internationale Fischereimanagement geworden. Ihr Umsatz beträgt weltweit etwa 10 Milliarden. In die EU wird nach Schätzungen Fisch von Piratenfischern im Wert von jährlich 1,1 Milliarden Euro eingeführt.

In der Fachwelt bezeichnet man die Piratenfischerei als IUU-Fischerei - für illegale, undokumentierte (unreportet) und unregulierte (unregulated) Fischerei. Illegal ist beispielweise der Fischfang ohne Lizenz und Fangquote (unter einer Fangquote versteht man eine festgesetzte Menge an Tieren, die in einem festgesetzten Gebiet während eines bestimmten Zeitraumes gefangen werden dürfen. Für Deutschland sowie die gesamte EU werden die Fangquoten auf EU-Ebene erlassen). Dies geschieht oft mitten im Ozean oder in Küstengewässern von Ländern, die sich keine Küstenwache leisten können. Dazu zählen zum Beispiel Küsten Westafrikas oder Krisenherde wie Somalia.

Die offenen Weltmeere sind vergleichsweise unbelastete Naturräume und der dort gefangene Fisch ist meist nur gering mit Schadstoffen belastet. Doch das ändert sich zusehends. In Teilen der Ozeane treiben inzwischen gewaltige Mengen an Plastikmüll, der sich nur sehr langsam abbaut. Die beim Abbau des Mülls entstehenden winzigen Bruchstücke werden von Fischen und Vögeln verschluckt und können deren Mägen verstopfen.

Teils bedrohliche Ausmaße angenommen hat die Meeresverschmutzung im Bereich großer Flussmündungen in der Umgebung von Ölbohrinseln oder in Randmeeren wie der Ostsee und dem Mittelmeer.

Einige Chemikalien wie Schwermetalle oder Dioxine können sich in der Nahrungskette anreichern und Fische oder Meeresfrüchte belasten. Bei großen Raubfischen wie Haien, Schwert- oder Thunfischen können beispielsweise die Quecksilberbelastungen so hoch sein, dass für schwangere Frauen ein Verzehr nicht empfehlenswert ist. In einigen Bereichen der Ostsee sind dagegen die Belastungen mit Dioxinen und anderen organischen Chemikalien erhöht. Daher sind gute Qualitätskontrollen, wie sie bei PENNY durchgeführt werden, unerlässlich. Vor allem aber müssen die Schadstoffeinträge zum Schutz der Meere weltweit deutlich reduziert werden.

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