Frühlingsdeko

Lang lebe das Lieblingsporzellan! Die Vintage-Vasen von Oma, ein Flohmarktfund oder nicht mehr genutztes Porzellan – sie alle sind zum Wegwerfen viel zu schade. Dank schöner Bemalungen und etwas handwerklichem Geschick muss Geschirr nicht mehr verstauben.

Die einfachen Step-by-Step-Anleitungen machen das Nachbasteln leicht. Deshalb erstrahlen Teller und Co. jetzt in neuem Glanz. Lassen Sie sich inspirieren, wie man nicht mehr genutzte Tassen und Teller zweitverwertet.

Freche Kressetöpfchen

Kresse gehört zum Frühling dazu. Und wie könnte sie besser wachsen als in kleinen, selbst bemalten Kressetöpfchen? Also, nichts wie ran an die Porzellanstifte und ruckzuck ist ein hübsches Gesicht gemalt!

Sie benötigen: Eierbecher, 2 Porzellanstifte (z. B. pink und schwarz, aus dem Bastelladen), Küchenpapier, Kressesamen.

Die Eierbecher gründlich reinigen und mit den Porzellanstiften ein kleines Gesicht aufmalen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Dann die Eierbecher in den Ofen geben. Dadurch wird die Farbe eingebrannt und so spülmaschinenfest gemacht.

Wichtig: Die Herstellerangaben der Porzellanstifte beachten. Je nach Hersteller unterscheiden sich die benötigte Temperatur und die Zeit im Backofen.

Das Küchenpapier zusammenknüllen, anfeuchten und in den Eierbecher stecken. Zum Schluss die Kressesamen einstreuen und warten, bis das Grün zu wachsen beginnt. In der Regel dauert es maximal drei Tage.

Tipp: Platzieren Sie die Kresse an einem hellen, sonnigen Standort, um die Keimung einzuleiten. Achten Sie darauf, dass die Kressesamen permanent feucht sind. Dies funktioniert z. B. mit einer Sprühflasche.

Schicke Teller-Etagere

Ausrangierte Vintage-Teller werden mithilfe eines Bohrers zu außergewöhnlichen Etageren. Am besten eignen sich zwei bis drei unterschiedlich große Exemplare, die man übereinander anordnet.

Sie benötigen: je 1 großen und kleinen Teller, 1 wasserlöslichen Stift, Lineal, Malerkrepp, Akkubohrer oder Bohrmaschine, Porzellanbohraufsatz (18 mm), 1 Stück Holz, Schale mit kaltem Wasser, Diamantbohraufsatz (18 mm), Etagerenset mit Schrauben (z. B. aus dem Bastelladen).

Markieren Sie im ersten Schritt die Mitte beider Teller mit einem „X“. Die Mitte lässt sich mit einem Lineal schnell herausfinden.

Kleben Sie nun ein Stückchen Malerkrepp über die soeben markierte Mitte. Das Malerkrepp sorgt dafür, dass man nicht mit dem Bohrer abrutscht.

Jetzt den Porzellan-Bohraufsatz nutzen (wichtig: Die Breite des Bohrers muss der Breite der Schrauben des Etagerensets entsprechen). Achten Sie darauf, dass der Akkubohrer bzw. die Bohrmaschine nicht im Schlagbohrmodus ist.

Nehmen Sie ein Stück Holz als Unterlage und fangen Sie an, in die Stelle im Teller zu bohren, die mit dem „X“ markiert ist. Bohren Sie nicht am Stück, sondern machen Sie immer wieder Pausen und tunken Sie den Bohraufsatz in die Schale mit Wasser. So verhindern Sie, dass das Porzellan überhitzt.

Wenn das Porzellan durchbohrt ist, verwenden Sie den Diamantbohraufsatz. Mit diesem können Sie das gebohrte Loch anschließend noch einmal sauber abschleifen.

Wiederholen Sie die Schritte mit dem zweiten Teller. Jetzt müssen Sie nur noch die beiden Teller mithilfe des Etagerensets zusammenbauen und schon lässt sich die Etagere mit kleinen Leckerbissen bestücken.

Leuchtende Tassenlampe

Hoch die Tassen! Und zwar an die Decke. Denn ausgediente Exemplare erstrahlen als Pendelleuchten in neuem Licht. Witzig und unkonventionell, jetzt will erst recht keiner mehr im Dunkeln sitzen.

Sie benötigen: Tasse mit Untertasse, Malerkrepp, 1 wasserlöslichen Stift, Akkubohrer, Diamantbohraufsatz, Schale mit kaltem Wasser, feuchtes Tuch, Porzellankleber, Glühbirnenfassung mit Schraubring und Schnurpendel (der Tassenboden muss breit genug sein, damit man später die Glühbirnenfassung hindurchstecken kann!), 1 passende Glühbirne.

Drehen Sie die Tasse um, der Tassenboden zeigt nach oben. Kleben Sie die Stelle, an der Sie mit dem Diamantbohrer ansetzen wollen, mit Malerkrepp ab. Damit stellt man sicher, dass der Bohrer auf dem glatten Porzellan weniger leicht abrutscht. Markieren Sie die Mitte des Tassenbodens und zeichnen Sie den Umriss des Diamantbohrers auf den Tassenboden, so verrutscht man beim Bohren nicht.

Tunken Sie den Diamantbohrer immer wieder in eine Schale mit kaltem Wasser, damit das Porzellan nicht zu heiß wird. Setzen Sie mit dem Diamantbohrer im 45-Grad-Winkel an und beginnen Sie langsam, den vorgezeichneten Umriss anzubohren. Am besten bohrt man in kreisenden Bewegungen (jedoch nicht im Schlagbohrmodus!) Bohren Sie langsam, üben Sie nur wenig Druck aus und stellen Sie sich dabei vor, dass der Bohrer das Porzellan wegschabt.

Sobald Sie mit dem Bohrer auf der anderen Seite des Tassenbodens angekommen sind, wiederholen Sie den Vorgang mit der Untertasse. Achten Sie darauf, dass das Loch in der Mitte ist.

Reinigen Sie Tasse und Untertasse mit einem feuchten Tuch und kleben Sie beide Teile mit Porzellankleber zusammen. Achten Sie dabei darauf, dass die gebohrten Löcher exakt überlappen. Jetzt können Sie die Glühbirnenfassung festschrauben. Dafür steckt man das Teil, an dem das Schnurpendel befestigt ist, von oben (Seite der Untertasse) hindurch. Von unten schraubt man die Fassung mithilfe des Schraubringes fest. Nun kann auch schon die Glühbirne festgeschraubt werden.

Für die Installation an der Decke und den Anschluss der Lampe sollten Sie am besten einen Fachmann zurate ziehen.

Lang lebe das Lieblingsporzellan!

Weitere inspirierende Ideen, wie man nicht mehr genutzte Tassen und Teller zweitverwertet, hat Autorin Lisa Tihanyi in diesem Buch gesammelt. Dank moderner Bemalungen und etwas handwerklichem Geschick muss Geschirr nicht mehr verstauben. Die einfachen Step-by-Step-Anleitungen und die Tipps zur Materialbeschaffung machen das Nachbasteln leicht.

„Porzellan bemalen, verzieren und neu beleben“, Lisa Tihanyi,

Edition Michael Fischer, 9.99 Euro.

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